Diyanet und die Fatwa-Behörde verurteilen Moschee in Berlin

In offiziellen Erklärungen haben sich die staatliche Religionsbehörde der Türkei und Ägyptens von der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin distanziert und scharf verurteilt. Die Muslime rief die Diyanet dazu auf, sich nicht provozieren zu lassen.

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Diyanet und die Fatwa-Behörde verurteilen Moschee in Berlin

Ankara / TP – Das Amt für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei, die Diyanet, sowie die staatliche ägytische Fatwa-Behörde haben die Gründung einer neuen „liberalen Moschee“, die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin durch Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş, nicht nur kritisiert, sondern die Bezeichnung als islamische Einrichtung scharf verurteilt.

Vor allem in der Erklärung der Fatwa-Behörde in Ägypten heißt es, dass mit der Gründung eine provokative Handlung gegen die Religion vorgenommen werde. Das Rechtsgutachtergremium wird vom Großmufti von Ägypten geleitet. Neben der al-Azhar-Universität ist es die wichtigste islamische Institution in Ägypten und in der breiten muslimischen Welt. Allein dem Fatwa-Amt, den Dar al-Iftam, folgen auf dem sozialen Netzwerk Facebook rund 6 Millionen User. Die offizielle Erklärung wurde in Facebook bereits über 30.000 mal geteilt.

Die türkische Diyanet erklärte in einer , dass die Gründung einer Moschee in dieser Form und deren unislamische Aufmachung den Grundsätzen der Religion verstoße. Ziel sei es vielmehr, die islamische Religion zu untergraben, wie es auch die Fethullahistische Terrororganisation vorgehabt habe, heißt es weiter. Die Diyanet ruft in der Mitteilung die Muslime ausdrücklich dazu auf, sich nicht provozieren zu lassen und Abstand davon zu halten. Diyanet ist die Nachfolgeinstitution des Schaich al-Islam Amtes des Osmanischen Reiches. Die Behörde ist somit die höchste religiöse Instanz des Landes.

Die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee wurde am 16. Juni 2017 eröffnet. Ihre Gründung geht maßgeblich auf die Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş zurück. Weitere Gründer sind unter anderem der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi, die Menschenrechtsaktivistin Saida Keller-Messahli und die Politologin Elham Manea. Die Moschee besitzt kein eigenes Gebäude, sondern benutzt zur Zeit einen Raum in einem Nebengebäude der evangelischen Kirche St. Johannis in Berlin-Moabit.

Quelle: https://turkishpress.de/news/panorama/21-06-2017/diyanet-und-die-fatwa-behoerde-verurteilen-moschee-berlin
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